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Eine souveräne Cloud für das Bildungswesen

In einer Welt, in der internationale Spannungen und Unsicherheiten zunehmend den Ton angeben, wächst der Bedarf an einer souveränen Cloud: einer Online-Umgebung, in der der Zugang zu Daten vollständig unter der Kontrolle eines Landes oder einer Organisation steht. Auch im Bildungswesen wird der Ruf nach mehr digitaler Autonomie immer lauter. Cloudwise nimmt diese Herausforderung gemeinsam mit der Open-Source-Kollaborationsplattform Nextcloud an.

Im Gespräch mit Rogier Borggreve und Jeroen Krikke

Warum eine souveräne Cloud?

Die Idee, eine souveräne Cloud-Alternative für das Bildungswesen zu entwickeln, kommt nicht von ungefähr, erklärt Jeroen Krikke, Director Portfolio und Technik bei Cloudwise: „Von Schulen und Trägern hören wir schon länger Fragen zu Themen wie Datensouveränität, Vendor Lock-in und der Abhängigkeit von ausländischen Hyperscalern. Diese Themen begegnen uns auch in Gesprächen mit z.B. Organisationen in den Niederlanden wie Kennisnet, OCW und SIVON. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum wir uns damit beschäftigen. Dieses Konzept passt auch nahtlos zu Zielen, die wir bei Cloudwise seit Jahren verfolgen: Wahlfreiheit für Schulen, Kontrolle über Daten und Raum für europäische Innovation.“

Lesen Sie mehr über die Zusammenarbeit in dieser Pressemitteilung vom 15.04.2026.

Ein logischer Schritt

Auch Rogier Borggreve, CEO von Cloudwise, sieht diese Initiative als einen logischen Schritt.
„Cloudwise hat seit 26 Jahren eine unabhängige Position in der niederländischen Bildungs- und IT-Landschaft. Wir haben stets mehrere Technologien und Plattformen unterstützt und in der Vergangenheit auch eine eigene Cloud betrieben“, sagt er. „ Angesichts der geopolitischen Entwicklungen beobachten wir erneut einen wachsenden Bedarf an einer eigenen Cloud aus den Niederlanden, aber auch in Deutschland. Diese Zusammenarbeit passt daher gut zu unserer langjährigen Strategie.“

Auf dem Weg zu voller Kontrolle

Im Bildungsmarkt geht es nicht nur darum, wo Daten gespeichert werden. Ebenso wichtig ist die Frage, wer Zugriff hat, wer die Kontrolle behält und wie abhängig eine Organisation von einem einzelnen Anbieter ist. Genau hier sieht Cloudwise große Chancen.
„Was wir bieten möchten, ist eine vollwertige, zukunftssichere Plattform, die Schulen die vollständige Kontrolle über ihre Daten gibt“, erklärt Jeroen Krikke. „So werden Schulen weniger abhängig von großen Technologieanbietern und können innerhalb europäischer Gesetze und Werte arbeiten.“

Validieren und weiterentwickeln

Obwohl sich die Initiative noch in der Entwicklung befindet, ist die reine Explorationsphase bereits abgeschlossen. Das Konzept der souveränen Cloud für das Bildungswesen wurde inhaltlich ausgearbeitet, technisch durchdacht und konkretisiert.
In der kommenden Phase geht es darum, das Konzept zu validieren und weiter zu schärfen: Entspricht die zugrunde liegende Vision tatsächlich den Bedürfnissen der Schulen, und unter welchen Bedingungen sind sie bereit, diesen Schritt zu gehen?
Um ein klares Bild zu erhalten, sucht Cloudwise den Austausch mit Schulträgern und weiteren Akteuren im Bildungsbereich sowie im erweiterten Umfeld. In diesem Zusammenhang werden derzeit unter anderem Roundtables und Pilotprojekte vorbereitet.

Im Dialog mit dem Bildungsfeld

Laut Jeroen ist diese nächste Phase entscheidend:
„Eine souveräne Cloud macht nur Sinn, wenn sie in der Praxis für Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler funktioniert. Deshalb schauen wir über das technische Fundament hinaus. Wir möchten den Dialog mit Entscheidungsträgern und Stakeholdern führen. Wie stehen sie zur digitalen Souveränität? Welche Rahmenbedingungen sind ihnen wichtig? Inwieweit sind sie bereit und in der Lage zu investieren? Und was benötigen sie, um diesen Schritt tatsächlich zu gehen?“

Optimismus

Cloudwise, Nextcloud und Previder sind gemeinsam sehr optimistisch, was das Potenzial einer souveränen Cloud für das Bildungswesen betrifft. Gleichzeitig behalten sie die Realität im Blick.
Jeroen: „Wir werden dieses Konzept erst dann vollständig skalieren, wenn mehrere Kunden daran glauben und uns ihr Commitment geben. Sollte es dazu kommen, wissen wir genau, was zu tun ist und wie wir vorgehen müssen. Mit dieser Zusammenarbeit verfügen wir über alle Zutaten, um eine hervorragende Lösung für das Bildungswesen zu schaffen – mit dem Versprechen geringerer struktureller Kosten und einer höheren digitalen Resilienz.“

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